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Actualisé le / aktualisiert am 07.02.10      

 

critiques actuelles / aktuelle Kritiken 

Festival Sin Nomine Lausanne 2009, 7 juin, 
André Caplet,  Miroir de Jésus
« J’ai été médusé par le chant de Marie-Claude Chappuis qui a incarné  cette parole poétique,
ces élans, ces abîmes avec une force et une pureté  dans la voix absolument sublimes (…)».

Nicolas Julliard, Espace 2, Daredare

Salzburg Mozarteum Großer Saal, Mozart-Werke, in Salzburg neu geschenkt, 31. Januar 2010

Im ersten Teil des Konzerts wurde das Programm der Mozartwoche abgerundet, die ja mit einem szenischen "Idomeneo" begonnen hatte. Harnoncourt ließ nun noch einmal die Ballettmusik hören: deutlich langsamer, kantiger in der Detailformulierung – eigentlich ein ganz anderes Werk. Und schließlich zwei Idamante-Arien aus dem "Idomeneo", mit der
Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis: einer Sängerin, die mit metallisch leuchtender Stimme, dann wieder mit wie verhaucht wirkendem Ansatz viel gestalterische Aufrichtigkeit einzubringen wusste.
Wiene Zeitung,
 Reinhard Kriechbaum

Kritik zu John Neumeiers 'Weihnachtsoratorium' (Theater an der Wien Wien)  19.12.2009
...Beides, Tanz und Musik, ist erstklassig. Erwin Ortner leitet das zupackend musizierende Wiener Kammerorchester, den glasklaren Arnold Schönberg Chor und ein stimmiges Solisten-Quartett, aus dem Christoph Prégardien als Evangelist herausragt. John Neumeiers Ballett-Kompanie aus Hamburg gehört sicher zu den besten der Welt. Neumeiers Arbeit ist fern von allem Weihnachts-Kitsch. Wohl gibt es an diesem Abend Engel und auch einen Hirten (exzellent von Carsten Jung getanzt), im Mittelpunkt steht aber die Geschichte einer Mutter und ihres Mannes. Archetypen sind das beinahe, weniger Maria und Josef selbst, sondern nur – aber was heißt hier schon „nur“? - „eine Mutter“ (Joelle Boulogne) und „ihr Mann“ (Peter Dingle). Diese Mutter ist unruhig und gequält, verzehrt sich fast vor Sorge um ihr Kind. Das weiße Tuch, das es symbolisiert und das sie in ihren Armen wiegt, erweist sich später als ein Hemd, das entfaltet die Form eines Kreuzes hat. Kind und Erlöser sind eins.  "Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh' (mit rundem Alt von Marie-Claude Chappuis gesungen) wird so zur ergreifenden Bitte eines geängstigten Mutterherzens...
www.Klassik.com  Christian Gohlke

«L’Etoile» et sa constellation fantasque, Grand Théâtre de Genève, 6.11.2009
.... Quant à Marie-Claude Chappuis, le cheveu hirsute et la démarche volontaire, elle met de côté toute démonstration lyrique
(«La romance de l’étoile» au Ier acte) pour camper un Lazuli frais, virevoltant, sans artifice..
LE TEMPS CULTURE

Gesang an der Grenze der Stille
Von Jens-Uwe Sommerschuh

Marie-Claude Chappuis und Il Giardino Armonico loten in der Frauenkirche
Dresden emotionale Grenzen aus. 5.09.2009
Bittere Tränen des Bedauerns mögen alle vergießen, die Barockmusik in Vollendung lieben, es aber geschafft haben,
Marie-Claude Chappuis und Il Giardino Armonico in der Frauenkirche zu versäumen  (ganzer Text)


Eindringlich musizierte Mariengesänge
Marie-Claude Chappuis und "Il Giardino Armonico" in der Frauenkirche, DRESDEN, 5.09.2009
... Den vokalen Part dieses Konzertes gestaltete die Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis, die sich wie ein ebenbürtiges Instrument in die Schar der Musiker einfügte und insbesondere in Giovanni Battista Ferrandinis Kantate "Il Pianto di Maria" eindrucksvolle Gestaltung ihrer Linien bot. Dazu faszinierte hier die Faktur der Kantate mit einer zweimal musizierten ernsten Cavatine und mit einem fast schon ruppig-bestimmten Rezitativ als Finale. Von der Orgelempore sang Chappuis im ersten Teil raumgreifend und dramatisch Claudio Monteverdis "Pianto della Madonna", eine Fassung des berühmten "Lamento d'Arianna". Die räumliche Distanz kreierte eine besondere Bühnensituation: dieser Maria war zu Hilfe zu eilen unmöglich und mit dieser festen Unausweichlichkeit sang Chappuis die Klage sehr überzeugend...
Musik Kultur Dresden  (ganzer Text)

«Festival du Lied» Freiburg /Fribourg Suisse , 1. Juli 2009  Auftakt gelungen
Marie-Claude Chappuis und Cédric Pescia begeistern und berühren. Das Publikum wird
mit eindringlichen Interpretationen der Werke von Haydn, Mozart, Fauré und Poulenc beglückt

Wir erleben eine Sängerin mit ausserordentlicher Präsenz und Ausstrahlung, mit einer den unterschiedlichen
Kompositionen angepassten Körpersprache, einer farbenreichen, ungemein wandlungsfähigen Stimme, einer
vorbildlichen Diktion, und wir folgen einem Pianisten, der mit einem grossen dynamischen Ausdrucksspektrum,
beeindruckender Artikulation, mit klarem Anschlag, wohldosiertem Pedal feinfühlig mitgestaltet.
Haydn, Mozart
Im Zentrum des ersten, «klassischen» Konzertteils steht die Kantate «Arianna a Naxos» von Josef Haydn,
eine zwanzigminütige mitreissende Komposition, die gleichsam als grosse dramatische Szene in zwei Rezitativen
mit anschliessenden Arien die sich allmählich wandelnde Gefühlswelt Ariannas musikalisch nachvollzieht.
Marie-Claude Chappuis und Cédric Pescia verstehen es, die gewaltige Emotionalität der Szene mit ihrem
(Körper-)Spiel und ihrem Gesang expressiv zu durchleben. Betörend, wie etwa im zweiten Rezitativ die stete
Steigerung von der unsicheren Fragehaltung zur Bitterkeit, zur Verzweiflung, schliesslich zur unbändigen Wut
Ariannas von den beiden Interpreten miterlebt und mitgestaltet wird und wie der Übergang zur resignierenden
zweiten Arie eine vibrierende Spannung und Leere auslöst. «Barocke» Affektensprache in exemplarischer «Manier»!
Französische Klangwelt
Der zweite Teil führt in den Zauber französischer Liedtradition, in die sinnliche, meist natürlichausgewogene
Klangwelt Gabriel Faurés und in eine oft theatralisch-parodistische, fast surrealistische, schalkhafte Szenerie
Francis Poulencs. Sängerin und Pianist sind hervorragende Interpreten dieser farbigen, harmonisch reichen Musik.
Natürlichkeit, Schlichtheit des Gestaltens bezaubern in Liedern wie «Clair de Lune», «Prison» (Fauré) oder
in «Priez pour paix» (Poulenc) - ein Moment höchster Eindringlichkeit! Und der Humor, der Schalk, das
Possenhafte, Karikierende in Liedern wie «Avant le Cinéma», Fêtes galantes» oder «Nous voulons
une petite soeur» (Poulenc) werden von Marie-Claude Chappuis virtuos theatralisch, mit komödiantischer Gestik,
plastischer Diktion,mit betörenden stimmlichen Mitteln und doch mit einer bewussten Distanz zum allzu
Vordergründigen ausgelotet, während Cédric Pescia mit seinem transparenten, immer klaren Klavierklang, seinem
vielfältigen Anschlagsspektrum, seiner unauffälligen Virtuosität, seiner Anpassungsfähigkeit mit der Sängerin
ausgezeichnet koordiniert. - Ein beeindruckender Liederabend.

"Freiburger Nachrichten" Hubert Reidy

Un pur moment de grâce 
FESTIVAL DU LIED A Fribourg Suisse
La mezzo-soprano Marie-Claude Chappuis et le pianiste Cédric Pescia ont ouvert
mercredi 1er Juillet 2009, la 5e édition du festival
.
Il y a des moments de grâce parfois qui sont de vrais cadeaux. C’est un de ces moments-là qu’a offert mercredi soir
à Fribourg la mezzo-soprano Marie-Claude Chappuis. Elle a ouvert, accompagnée par le pianiste Cédric Pescia, la
cinquième édition du Festival du Lied. Le récital, autour de Haydn et Mozart dans la première partie, des Français Fauré
et Poulenc dans la seconde, tisse de passionnants changements d’atmosphère: de purs plaisirs comiques,
des mélodies intérieures tout en simplicité et des parties explosives de tragédienne. Le fil rouge, qui traverse les
époques, c’est l’intensité dramatique de la chanteuse, sa justesse d’interprétation, une manière très profonde
d’incarner chaque mot. La voix cherche toujours le sens, la diction est soignée, les couleurs du timbre varient dans
chaque pièce, dans chaque phrase: c’est un fascinant renouvellement des moyens d’expression. Chaque mélodie
semble être ce minithéâtre où se joue en quelques minutes tout un destin. Dans la cantate «Ariane à Naxos» de Haydn,
une angoisse viscérale ne lâche ni la chanteuse ni le pianiste. La dentelle délicate des notes perlées du début fait
place à l’inquiétude. Marie-Claude Chappuis charge son chant d’émotion à vous soutirer des larmes. Elle rend 
l’abandon d’Ariane incarné, concret, comme si le mythe devenait vraiment vécu. Tout en évitant le maniérisme, la voix
peut autant s’éteindre de douceur et de soupirs d’amour que s’emporter, puissante, dans la folie et la colère qui menacent
Ariane (quelle solidité dans les graves!). Une théâtralité très opératique. Chez Fauré, «Mai» et «Les berceaux»
rayonnent de simplicité et d’intériorité. L’émotion est contenue. Pas d’effets ici, ni au piano, ni dans la ligne de chant.
Mais l’évidence d’une musique touchante et sublime. Puis la voix se couvre d’un voile sous l’étrange «Clair de lune»
de Verlaine. Et avec Poulenc, Marie-Claude Chappuis assume avec bonheur les accents coquins et les piques
humoristiques. «Avant le cinéma» d’Apollinaire est enlevé, joueur, ironique. Dans les «Fêtes galantes» et «Nous
voulons une petite soeur», la chanteuse change encore de couleur pour timbrer sa voix comme au temps du cabaret.
Son tandem avec Cédric Pescia, merveilleusement attentif, est d’une très haute exigence artistique.

 
"LA LIBERTE " Elisabeth Haas   

Feldkirchfestival 11. und 13. Juni 2009
...Im bewussten Kontrast zum Wagnerismus- Gegner Poulenc wurden im ersten Teil des Abends Richard
Wagners Wesendonck- Lieder gesungen, allerdings in der Kammerorchesterfassung von Hans Werner Henze.
Mezzosopranistin Marie- Claude Chappuis im eleganten langen Roten vor rustikaler Holzwand interpretierte
die Tristan und Isolde- Vorstudien mit hinreißender vokaler Intensität und erntete verdienten Applaus....

FELDKIRCH - «In Liebe vereint?» frug das Motto des Poulenc/Wagner-Abends im Montforthaus frech. Der französische
 Komponist Francis Poulenc  konnte Wagners Musik bekanntermassen nicht ausstehen. Ein Opernabend
mit Wagner, aber ohne Wagner-Oper: Vor einer Kulisse aus zwei Bretterwänden, einem Strohballen mit
Blumenstrauss, Sattel und Mülltonne mit Beinen drin sang die hervorragende Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis
Wagners 1857/8 entstandene «Wesendonck-Lieder», in der Orchesterfassung von Hans Werner Henze.
Vor Beginn war aus dem Orchestergraben Getrappel zu vernehmen, der Dirigent Sébastien Rouland, zu sehen
nur bis zu den Augenbrauen, verbeugte sich und liess das unsichtbare Orchester aufstehen. Der Liedvortrag
gehorchte bereits den Regeln der skurrilen Inszenierung, und auch die Sängerin liess eine gewisse,
wohldosierte Theatralik in ihrem Vortrag nicht vermissen
Rheinzeitung

François Dupeyron: Conversations à Rechlin, Genève, Mai 2009
…Ein wichtiges Detail ist schon mit der Besetzung ins Spiel gekommen: die Akzente. Nicolas Brieger als Offizier ist
mit dem Französischen hörbar vertraut, aber ein feiner deutscher Akzent bleibt ihm eigen. Ähnlich verhält es
sich mit Inna Petcheniouk als Marcelle, deren expressiver Gestus und vage östlicher Akzent klare Signale von Fremdheit
aussenden.
Nur die Schweizerin Marie-Claude Chappuis singt ausdrucksreich, akzentfrei und mit vorbildlicher
Textverständlichkeit die romantischen Lieder. Es ist atemberaubend, wie viel Selbstbehauptung und wie viel
Außenwelt in solchen Details eingefangen werden kann...

Frankfurter Rundschau

Dans sa mise en scène, il alterne le jeu des pénombres successives et du vrombissement des avions,
au chant d'une Marie-Claude Chappuis, touchant aux sommets de l'émotion. Dès les premiers instants, la complicité
scénique des trois protagonistes est évidente. Entre l'intimité des deux femmes et la toute puissance
de l'officier, maître de la destinée de ses prisonnières, un fossé semble infranchissable.

Mais, l'admiration du théâtre va vers la mezzo fribourgeoise Marie-Claude Chappuis dont le chant sublime
les Lieder de Schubert, Schumann ou Wolf. La jeune femme est constamment sur le fil du rasoir, déchirant son
âme pour la musique. Bouleversante d'un bout à l'autre du spectacle, elle s'offre à son chant avec
une générosité artistique peu commune.
Resmusica, Jacques Schmitt, 11. Mai 2009

Da Capo

J.S. Bach: Matthäus-Passion mit R. Chailly in Leipzig und London, April 2009
Most of the soloists were excellent, but special praise must go to mezzo-soprano Marie-Claude Chappuis.
Chappuis sang her first aria "Buss und Reu" with just the right degree of stoical resolution as befits
a denunciation of a women who disputed the use of ointment for the Saviour's grave in the opening "Anointing
in Bethany" section. Similarly her "Können Tränen meiner Wangen" lamenting on the scourging
of Christ under Pilate had the right sense of human pathos.
Even if she didn't quite match the alto richnes
s of a Christa Ludwig, she more then made up for it with her
clear, expressive German diction, her clarity and superbly apt phrasing for each aria.

The Opera Critic, 6. Mai 2009

.
..let alone with the context and the angelic singing of Marie-Claude Chappuis.
The Spectator, Michale Tanner, 7. Mai 2009

... der Rest der glanzvollen Besetzung ist aus Leipzig bekannt: Marie-Claude Chappuis satter Alt...,
Leipziger Volkszeitung,  Peter Korfmacher, 7. April 2009

.. deserves special mention, as does Marie-Claude Chappuis for her sublimely floated "Erbarme dich" and the other mezzo arias.
The Sunday Telegraph, John Allison, 12. April 2009

The arias are the emotional climacterics of the piece, and all Chailly's soloists, not least the women,
alto Marie- Claude Chappuis understood well how the words and all they communicate must take precedence.

The Inndependent, Edward Seckerson, 13. April 2009

... but it was Marie-Claude Chappuis who stood out for her vivid expressivity in arias such as "Können Tränen".
The Daily Telegraph, Paul Gent, 7. April 2009


G.Ph. Telemann: Brockes-Passion, harmonia mundi mit René Jacobs, März 2009
Besonders gelungen ist Marie-Claude Chappuis charaktervolle Zeichnung der Judas Partie
(Rezitativo, Aria und Accompagnato nr. 49-51) die für mich zum Höhepunkt der Aufnahme zählt.

Klassik.com, Dr. Stefan Drees, 20. März 2009


J. Haydn: Arianna a Naxos und 2 Haydn Lieder mit Trevor Pinnock
Leipzig, Gewandhaus, März 2009

Solistin ist die fantastische Marie-Claude Chappis, die die Palette zwischen Sinnlichkeit und Affektenlehre
auskostet. Sie ist es auch, die im zweiten Teil gemeinsam mit T. Pinnock zwei englische Lieder Haydns
interpretiert - mit Stilsicherheit, Frische und perfekter Stimmkultur.
Leipziger Volkszeitung, Tanja Böhme-Mehner, März 2009

Da Capo


Marie-Claude Chappuis bezaubert
Am Sonntag 8. Februar 2009 feierte die Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis
in der Aula der Uni Freiburg mit einem Recital ihre zehnjährige Bühnentätigkeit.

Die Freiburger Sängerin Marie-Claude Chappuis ist mit dem hervorragend disponierten Pianisten David Cowan
in der Aula der Uni aufgetreten. Cowan hat Chappuis’ bezaubernde Stimme einfühlsam und in
bescheidener  Zurückhaltung begleitet.

Chappuis selber kommt oft spitzbübisch daher, dann wieder grazil und in tänzerischer Anmut, bisweilen auch kühl
und reserviert, um plötzlich mit fast diabolischem Gesichtsausdruck die ganze Palette musikalischer und
schauspielerischer Ausdruckskraft zu zelebrieren.

Meisterin der Koloratur
Die Koloratur scheint sie zu lieben und,  sie beherrscht sie. In «Parto, parto» aus «La Clemenza di Tito» von Mozart und in
«Non più mesta», Angelinas Glanznummer in Rossinis Aschenbrödel, fuhr sie die ganze Stufenleiter des
mittelstimmigen Tongehäuses mit fast schwindelerregender Sicherheit hinauf und hinunter. Das Publikum
verdankte es ihr mit stürmischem Applaus.


Liebeserklärung an die französische Oper
Auch in der französischen Opernliteratur ist Chappuis beheimatet.  Mignon war zauberhaft, Carmen
sehr sicher mit aufreizend schönen Glissandi, und in Chabriers «L’Etoile» zündete sie ein Feuerwerk erster Güte.
Im «Rondo du Colporteur» brodelte die Gerüchteküche hör-, spür-und sichtbar. Zwei Zugaben stellten das
verzauberte Publikum schliesslich zufrieden, die eine ihrer Mutter gewidmet, die andere dem momentan
grassierenden Schnupfen …


Auf allen Bühnen Europas zuhause
Die gebürtige Freiburgerin ist auf vielen Opernbühnen Europas daheim, und dies bei stetem künstlerischem
Vorwärtsstreben. In einem Interview mit der Tageszeitung «La Liberté» sagt sie, dass ein Künstler sich immer
weiterentwickeln muss, dass Stillstand auch hier Rückschritt bedeute. Sie zähle dabei auf ihre Leidenschaft
und sei stets dankbar für das grosse Privileg, das sie in diesem faszinierenden Beruf geniesse. Chappuis ist
in der Welt der Oper ebenso zu Hause wie im Oratoriengenre oder im Lied, dem sie jeweils in Freiburg ein
eigenes Festival widmet. Diesen Sommer findet es vom 1. bis 5. Juli statt.

Marcel Crottet «Freiburger Nachrichten» Schweiz
Da Capo
Bachs h-Moll-Messe in der Kölner Philharmonie 12.10.2008
Ton Koopman dirigiert Bachs h-Moll-Messe in der Kölner Philharmonie, gestützt auf seine singulären
Ensembles Amsterdam Baroque Choir und Amsterdam Baroque Orchestra. Die Musiker übertrugen
das sakrale Werk gekonnt in die weltliche Umgebung, ohne, dass es dabei seinen Charakter verlor

Man könnte die Aufführung, die in ihrer Perfektion übrigens nie den Gedanken an Berechtigung oder Sinn
der (hier gepflogenen) historischen Musizierpraxis aufkommen ließ, Takt für Takt beschreiben, die polyphone
Transparenz würdigen, die künstlerische Grundhaltung einer total uneitlen chorischen Souveränität,
die herzliche Übereinstimmung von Singstimmen und Orchester, die wunderbaren Vokalsolisten
Lydia Teuscher (Sopran),
Marie-Claude Chappuis (Alt), Jörg Dürmüller (Tenor) und Klaus Mertens (Bass) -
die Erinnerung an dies alles spendete in jeder Minute Dankbarkeit, Freude und Glück

Bachs h-Moll-Messe in der Kölner Philharmonie 12.10.2008
Ein Gipfel aus diesen Achttausendern aber muss unbedingt hervorgehoben werden:
die Arie „Agnus Dei“. Wie da Violinen, Continuo und Solo-Alt über die Sünden der Welt meditierten, klagten
und bangten, war das denn doch wieder Glaubensgewissheit, Gottesbeweis und Gottesdienst in einem.
Allem weltlichen Ambiente zum Trotz..

Kölner Stadt-Anzeiger, Gerhard Bauer 13.10.2008

32. INNSbRUCKER FESTWOCHEN, Himmlische Arien, 14.08.2008
Affektgeschwängerte Arien und ein fein ziselierter Instrumentalpart malen da ein musikalisches Andachtsbild:
Wie die große Sünderin die Füße Christi salbt, während himmlische und irdische Liebe um ihre Seele kämpfen
Drei Sänger dominierten die Wiedergabe im Innsbrucker Congress: Marie-Claude Chappuis als Amor Terreno
mit farbig eingesetztem Mezzo (und viel Humor), Lawrence Zazzo als Amor Celeste mit klangprächtigem
Countertenor sowie Lydia Teuscher (Maddalena) mit jugendlich süßem Sopran René Jacobs spornte
seine exzellente Musikerschar zu lebendig-plastischem Spiel, das Publikum war begeistert.
Wiener Zeitung 15.08.2008


styriarte,  Die Steirischen Festspiele, in Graz
Wolfgang Amadeus Mozart «Idomeneo», Rè di Creta,   Juli  2008.

Am Anfang das dicke Lob: Harnoncourt lieferte eine hoch konzentrierte
Dirigentenleistung der Extraklasse
...

Er agierte beinahe vier Stunden hellwach, hochemotional und präzise – total harmonisch und in seinem Element...
...Marie-Claude Chappuis sang und spielte – besser “verkörperte” – den Idamante mit berührender emotionaler Intensität,
die alle anderen Sänger übertraf...

"Franz Szabo Kritisches Journal der alten Musik"
Hörtipp: Eine gänzlich andere Mozart-Auffassung liefern die excellenten Einspielungen mit René Jacobs und dem
Freiburger Barockorchester. Besonders spannend zu hören La Clemenza di Tito, aufgenommen bei harmonia mundi
in hervorragender Klangqualität auf SACD, mit Marie-Claude Chappuis als Annio. Jacobs brennend intensive
Interpretation wird als revolutionär bezeichnet, auch er vertraut der Originalpartitur und legt besonderes Gewicht auf
die sprachlich so reizvollen Rezitative.
«Idomeneo» Interview Kronen Zeitung

Da Capo

Neptuns Orakel dröhnt aus der Finsternis

Nikolaus Harnoncourt hatte sich beim Styriarte-Festival in Graz zum Ziel gesetzt, das Stück von aller Patina und den
Verunstaltungen durch zweihundert Jahre Theateralltag zu befreien. Zu diesem Zweck stellte er sich sogar
den Regiestuhl neben das Dirigentenpult. „ (…)
eine ausnahmslos überzeugende Solistenriege: Saimir Pirgu
als kraftvoller Idomeneo
, Marie-Claude Chappuis als innig-berührender Idamante...
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Christian Wildhagen, Graz, 04. Juli 2008

„Die Besetzung: sensationell (…) Saimir Pirgu (Idomeneo), Marie-Claude Chappuis (Idamante) … singen und spielen vorzüglich. Wie sie leiden, schmachten, rasen, jubeln oder den Tod herbeisehnen. (…) Der Grazer „Idomeneo“ ist ein Jahrhundertereignis.“
Frankfurter Rundschau, 04. Juli 2008

„In den Ensembles findet fast jeder Einsatz sein eigenes Zeitmaß, wodurch die verschiedenen
Temperamente noch plastischer werden:
der jünglinghafte Idamante von Marie-Claude Chappuis (…)
Neue Zürcher Zeitung, 04. Juli 2008

Der Mozart-Coup
Triumph für Vater und Sohn Harnoncourt: "Idomeneo" in der Grazer List-Halle.
Oper - Mozarts »Idomeneo« bei der »styriarte«
Ein großer Opernabend. Wegen der starken theatralischen Wirkung, idealen Besetzung, musikalischen Intensität.
Wunderbar das innige Singen und konzentrierte Spiel von Julia Kleiter (Ilia) und Marie-Claude Chappuis
(Idamante),
effektvoll Eva Mei als Elettra.
Karl Löbl für Österreich vom  03. Juli  2008

Da Capo

Theatralische Klangeffekte
Styriarte Graz: Nicolaus und Philipp Harnoncourt
Inszenieren "Idomeneo"Von Bernhard Doppler
Eine Art szenisch erweitertes Konzert ist die "Idomeneo"-Aufführung von Nicolaus und Philipp Harnoncourt in Graz.
Es sind bei dieser Inszenierung weniger die visuellen Eindrücke, die tief gehen, sondern die dramatischen Effekte der
Musik.
Was in Graz aber vor allem besticht, sind die jungen Sänger: der betörende Mezzo von Marie Claude Chappuis (Idamante),
der warme Sopran von Julia Kleiter - und am meisten bejubelt Saimir Pirgu - selbst in den Verzierungen und Koloraturen
in seiner Schizophrenie und Verunsicherungen - sehr kraftvoll - hin und hergetrieben. Das Theater des Kreterkönigs Idomeneo,
der seinen Sohn opfern muss, fand in der Stimme st
att.
Deutschlandradio Kultur

„Marie-Claude Chappuis berührt als Idamante und singt mit wunderbarer Phrasierung.“
Die Furche, 10. Juli 2008

„Überhaupt wird vom Ensemble vortrefflich gesungen. Marie-Claude Chappuis (Idamante) berührt mit klarem Mezzosopran
und agiert knabenhaft, zuweilen schelmisch und doch unschuldig.“

News, 10. Juli 2008

Musikalisch glanzvoller "Idomeneo" unter Harnoncourt in Graz

Höhepunkte in der musikalisch glanzvollen Inszenierung setzten der albanische Tenor Saimir Pirgu in der Titelrolle sowie
die französische (Korr. Schweizerin) Sängerin Marie-Claude Chappuis als Idamante und die junge deutsche Sopranistin
Julia Kleiter als Ilia. Grossen Applaus ernteten auch die Solisten des Züricher Balletts sowie Philipp Harnoncourt
als Co-Regisseur und Bühnenbildner Rolf Glittenberg.
BAZ "Basler Zeitung"

Harnoncourts "Idomeneo" begeistert
Mit Begeisterung haben die Besucher beim Festival "styriarte" in Graz die Premiere der Mozart-Oper
"Idomeneo" unter Leitung von Nikolaus Harnoncourt aufgenommen. Dabei sicherte sich der
78-jährige Dirigent mit seiner ersten Regiearbeit den großen respekt des Publikums. Höhepunkte in der
musikalisch glanzvollen Inszenierung setzten der albanische Tenor Saimir Pirgu in der Titelrolle sowie die
französische (Korr. Schweizerin) Sängerin Marie-Claude Chappuis als Idamante und die junge
deutsche Sopranistin Julia Kleiter als Ilia.
(dpa) Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) vom 03. Juli  2008

„Hochkarätiges Ensemble“
Kleine Zeitung, 03. Juli 2008

„Auch musikalisch präsentierte sich der „Idomeneo“ vom Feinsten: Mit Julia Kleiter (Ilia) und Marie-Claude Chappuis
(Idamante)
stand ein sängerisch und schauspielerisch ausdrucksstarkes Liebespaar im Zentrum.“

Reutlinger General-Anzeiger, 03. Juli 2008

Vom Feinsten

Mit dem »Idomeneo« verbindet Nikolaus Harnoncourt eine besondere Herzensbeziehung: War es doch Mozarts
Oper, die seine intensive Beschäftigung mit dem Komponisten Ende der 1970er Jahre einleitete. Nach Zürich
und Wien übernahm der Dirigent - unterstützt von seinem Sohn Philipp - nun in seiner dritten Produktion
bei den steirischen Festspielen »styriarte« in Graz erstmals auch die Regie. Der »Idomeneo« lag also ganz in
Harnoncourt'scher Familienhand und zwar so, »wie Mozart ihn wollte«, in der Münchner Uraufführungsfassung von
1781, also mit Balletteinlagen...

Auch musikalisch präsentierte sich der »Idomeneo« vom Feinsten: Mit Julia Kleiter (Ilia) und
Marie-Claude Chappuis (Idamante) stand ein sängerisch und schauspielerisch ausdrucksstarkes
Liebespaar im Zentrum.
Eva Meis kokette Elettra erwies sich darstellerisch erstaunlich wandlungsfähig...
Reutlinger General-Anzeiger vom 03. Juli 2008,  Ulrike Aringer-Grau, Graz
Da Capo

Das kleine Glück der geschlossenen Augen
"styriarte": Nikolaus Harnoncourt versuchte sich bei Mozarts "Idomeneo" erstmals als Regisseur
...berührt war man von Marie-Claude Chappuis als Idamante und Julia Kleiter als opferungsbereite Ilia...
Salzburger Nachrichten vom 03. Juli 2008,  Ernst P. Strobl

Jubel für Harnoncourts "Idomeneo" in Graz
Frenetischen Applaus gab es gestern nach der knapp vierstündigen Vorstellung für Nikolaus Harnoncourt und
den Concentus Musicus, für das durchwegs begeisternde Sängerensemble, für den schlichtweg großartigen
Schönberg Chor unter Erwin Ortner, aber auch für das Zürcher Ballett unter Heinz Spoerli, die am Ende jene Tänze
in klassischer Sprung- und Spitzenmanier aufführen, die sonst unterschlagen werden und die Harnoncourt
diesmal zur Gänze bringt, denn er ist ja überzeugt, es handelt sich beim "Idomeneo" nicht um eine italienische
Opera seria, sondern um ein Stück im Stil einer französischen tragedie lyrique.
Julia Kleiter ist die trojanische Königstochter Ilia,
die in den kretischen Königssohn Idamante verliebt ist.
Herausragend in dieser Rolle Marie Claude Chappuis
neben der dramatischen Elektra von Eva Mei...
Ö1 ORF Inforadio, Ö1 Morgenjournal, Gernot Zimmermann, 02. Juli  2008, 7.00 Uhr

„Marie-Claude Chappuis singt einen Idamante der Zwischentöne. Der Prinz ist nicht Held, sondern verunsichertes,
halbes Kind: Ein Cherubino, den es nach Kreta verschlagen hat.“
Kronen Zeitung, 03. Juli 2008

„Dieser [Idamante] ist mit Marie-Claude Chappuis die berührende Seele des Abends.“
Kurier, 03. Juli 2008

Glanzvoller «Idomeneo» unter Harnoncourt in Graz

Besonders die Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis findet in diesem Rahmen zu
intensivem Spiel und großer Bühnenpräsenz. Ihr Idamante ist ein in Momenten fast kindlicher,
jungenhafter Königssohn, der am Konflikt mit dem abweisenden Vater und der zunächst unglücklichen
Liebe zu Ilia reift und schließlich bereit ist, sich für das unter der Rache der Götter zerbrechende Volk zu opfern.
www.sueddeutsche.de 02. Juli 2008 / dpa

Glanzvoller «Idomeneo» unter Harnoncourt in Graz
...Höhepunkte in der musikalisch glanzvollen Inszenierung setzten der albanische Tenor Saimir Pirgu in der
Titelrolle
sowie die französische (Korrektur; Schweizerin!) Sängerin Marie-Claude Chappuis als Idamante und die
junge deutsche Sopranistin Julia Kleiter als Ilia. Großen Applaus ernteten auch die Solisten des Züricher
Balletts sowie Philipp Harnoncourt  als Co-Regisseur und Bühnenbildner Rolf Glittenberg.

www.badisches-tagblatt.de 02. Juli 2008  / sda

„(…) das ohne Einschränkung exzellente Ensemble um Marie-Claude Chappuis als Idamante (…)“
Deutschlandfunk, 02. Juli 2008


Leidenschaften in Neptuns Reich

Nikolaus Harnoncourt dirigiert und inszeniert Mozarts
«Idomeneo»
Ein "Plädoyer gegen die Sanktionsreligionen", ein Appell an das Verständnis gegen die Angst - so begreift
der österreichische Musiker Nikolaus Harnoncourt Mozarts frühe Oper "Idomeneo". Um seine eigenwillige Auffassung
zu realisieren, hat Harnoncourt nun für das Festival "styriarte" in Graz nicht nur zum Taktstock gegriffen,
sondern erstmals auch selbst Regie geführt.
Besonders die Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis als Idamante findet in diesem Rahmen zu
großer Bühnenpräsenz.
Ihr gegenüber steht mit dem Albaner Saimir Pirgu ein junger, doch von Krieg und Schicksal
gezeichneter Idomeneo.

Westfälische Nachrichten vom 04. Juli  2008, suerlanh

Neptun ist überall

Musikalischer Glanz in Graz: Harnoncourts Regiedebüt mit
«Idomeneo»
Ein "Plädoyer gegen die Sanktionsreligionen", ein Appell an das Verständnis gegen die Angst - so begreift der
Dirigent Nikolaus Harnoncourt Mozarts Oper
«Idomeneo». Entgegen der Tradition ist das Drama um den Kreterkönig,
der seinen Sohn Idamante opfern soll, für ihn keine italienische Opera seria, sondern an der
französischen lyrischen Tragödie orienti
ert...
..Besonders die Schweizer Mezzosopranistin Marie-Claude Chappuis findet zu intensivem Spiel. Ihr Idamante
ist ein fast kindlicher, jungenhafter Königssohn, der am Konflikt mit dem abweisenden Vater und der zunächst
unglücklichen Liebe zu Ilia reift.
Ihm gegenüber steht mit dem Albaner Saimir Pirgu ein junger, von Krieg und Schicksal
gezeichneter Idomeneo. Er gestaltet seine Passagen mit Intensität und Spannung...
Darmstädter Echo vom 04. Juli 2008, Von Irmgard Rieger
Da Capo
 
Prächtiges Regiedebut
Nikolaus Harnoncourt inszenierte und dirigierte «Idomeneo» in Graz
Schon während der Ouvertüre schlagen sie sich – wie im Cuvilliés-Theater – die Köpfe ein. Nikolaus Harnoncourt
kennt kein Pardon: „Ich will irgendwann einmal selbst scheitern, wenn schon gescheitert werden muss“.
Deshalb präsentierte er jetzt zur Eröffnung der Grazer Styriarte seine erste, und wie er glaubhaft versichert, auch letzte Opernregie.
…Geradezu eine Entdeckung : der erst 27-jährige albanische Tenor Saimir Pirgu in der Titelparti. Julia Keiter (Ilia)
und Marie-Claude Chappuis (Idamante) waren ein rührendes Liebespaar…Harnocourt selbst entfachte am Pult eine
hinreissende Spannung. Die Musik lebte in jedem Takt, die Rezitative waren mit wunderbarer Eindringlichkeit begleitet...
ABENDZEITUNG,  04. Juli .2008, Volker Boser

„Harnoncourts wichtigste inszenatorische Leistung liegt ohne Zweifel in der Arbeit mit den exzellenten Sängern.
Sie singen weit mehr als Noten, sondern jedes Wort, jedes Gefühl in all seinen Ambivalenzen. (…)
ein Triumph des Musiktheaters, wie wir ihn schon lange nicht erlebt haben.“
Die Welt,  03. Juli 2008

„Harnoncourts Idamante aber wird gesungen werden von einem engelhaften Mezzosopran: Marie-Claude Chappuis“
 
Vorbericht Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Zeitung, 22. Juni 2008

Dirigent Nikolaus Harnoncourt führte in Graz bei Mozarts "Idomeneo" erstmals Regie.
Er inszenierte vor  allem die Musik.
Möglichst nahe an die Uraufführung von "Idomeneo" zu gelangen, war das Ziel von Nikolaus Harnoncourt.
Dafür hätte er keinen Regisseur gefunden, sagte er im Vorfeld. Also hat er selbst inszeniert.
...Stimmliche Strahlkraft haben die Sänger ausreichend...Idomeneo, der den Göttern seinen Sohn
Idamante Opfern soll, eine Naturgewalt. 
Dieser ist mit Marie-Claude Chappuis die berührende Seele des Abends.
Kurier vom 03. Juli. 2008, Ressort Kultur, Autor Judith Schmitzberger


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